Mit einem klaren Votum von 77 ja-Stimmen von 99 anwesenden Mitgliedern wurde die bisherige Kreisvorsitzende der CDU, Angelika Jahns, wiedergewählt. Jahns: “Ich bin sehr dankbar, dass mir die Mitglieder nach der Hetzkampagne einiger weniger Kritiker das Vertrauen ausgesprochen haben. Zu Beginn des Parteitages überbrachte die Helmstedter Kreisvorsitzende Elisabeth Heister-Neumann ein Grußwort und bedankte sich für die Arbeit der beiden ehemaligen Abgeordneten Günter Lach und Angelika Jahns für die auch für Helmstedt erbrachten Leistungen.  Die Helmstedter Abgeordnete Veronika Koch unterstrich ihre Bereitschaft, sich jetzt für diese Unterstützung zu revanchieren und sich für die Wolfsburger Interessen im Landtag stark zu machen, da sie die Patenschaft übernommen habe. Auch der Wolfsburger Kreisverband betonte die Arbeit von Günter Lach als Bundestagsabgeordneter, Bürgermeister und Ortsbürgermeister sowie Angelika Jahns für 32 Jahre aktiven Einsatz für die Christdemokraten. Beide erhielten einen Präsentkorb.

Im Vorfeld des Parteitages  hatte es eine öffentliche Kampagne gegen den bisherigen Vorstand der CDU gegeben, in dem viele Unwahrheiten verbreitet und der Satzungsentwurf kritisiert wurden. Angelika Jahns wies in ihrer Rede darauf hin, dass sich der Vorstand in den vergangenen Monaten intensiv mit Strukturverbesserungen, schlanken, effektiveren Satzungsregelungen und einer wünschenswerten Erneuerung beschäftigt habe. Sowohl der Satzungsentwurf als auch die Personalien seien einstimmig vom Kreisvorstand und Kreisausschuss empfohlen worden.  Thorsten Harms von der Beratungsagentur „Unser Rathaus“ aus Celle, der auch anwesend war, begleitete diesen Prozess in mehreren Klausuren. Das Ergebnis in Form eines neuen Satzungsentwurfs erläuterte Jahns, in dem künftig nur noch zwei Organe innerhalb der Partei bestehen, der geschäftsführende Vorstand abgeschafft wird und dadurch der Mitgliederversammlung mehr Mitwirkungsrechte geboten werden. Danach nahm Harms zu den geplanten weiteren Änderungen Stellung und erklärte den Mitglieder die beabsichtigte Stärkung der Mitgliederbeteiligung. Die Behauptungen, Mitgliederrechte werden eingeschränkt, wurden klar widerlegt. Im Gegensatz zu der erwarteten Auseinandersetzung gab es kaum Wortmeldungen und der Satzung wurde fast einstimmig zugestimmt. Lediglich die Einberufungsvoraussetzung des Kreisparteitages wurde von 15 auf 10% der Mitglieder verringert sowie die Sitzungshäufigkeit auf zweimal jährlich erhöht. Bei den anschließenden Wahlen für die drei Stellvertreterpositionen kam es dann zu Kampfkandidaturen. Der bisherige Kreisvorstand hatte Wilfried Andacht, Harald Vespermann und Christoph-Michael Molnar, Vorsitzender der Jungen Union, vorgeschlagen. Frank Roth, der noch über die Medien verkündet hatte, nicht zu kandidieren, trat im Widerspruch zu seiner Aussage doch an. Außerdem schlug er Heike Werner als weitere Stellvertreterin vor und wies auf das Frauenquorum hin. Die Kreisvorsitzende erklärte, dass zwar bei  den Stellvertretern keine Frau vorgeschlagen sei, das Quorum aber beim Gesamtvorschlag eingehalten werde. Im ersten Wahlgang unterlag Frank Roth klar mit 32 Stimmen, Heike Werner erreichte die erforderliche Mehrheit ebenfalls nicht. Im zweiten Wahlgang musste sich Heike Werner ebenfalls mit 25 Stimmen geschlagen geben. Gewählt wurden Wilfried Andacht mit 48 Stimmen, Harald Vespermann mit 60 und Christoph-Michael Molnar mit 58. Bei den Wahlen zu den vier Besitzerpositionen wurde dann Heike Werner noch einmal vorgeschlagen neben Ludmilla Neuwirth, Constanze Rößler, Jan Sibbersen und Dennis Weilmann. Auch hier unterlag Heike Werner. Gewählt wurden Ludmilla Neuwirth mit 69, Constanze Rößler und Jan Sibbersen mit je 79 und  Dennis Weilmann mit 88 Stimmen . Auch beim Schatzmeister und dem Mitgliederbeauftragten gab es Gegenkandidaturen zum Vorschlag des Kreisausschusses. Hier konnte sich Peter Kassel gegen Jens Thurow mit 76 zu 18 Stimmen durchsetzen. Erstmals als Mitgliederbeauftragter der Christdemokraten wurde Holger Hentze gegen Joachim Grammes mit 56 zu 16 Stimmen gewählt. Neuer Internetbeauftragter ist Kai Kronschnabel, der mit 88 Stimmen gewählt wurde. Kassenprüfer sind Dr. Michael Schwarz und Michael Paech. Angelika Jahns überglücklich: “Mit diesem Personaltableau zeigen wir, dass wir erneuerungsfähig sind, jung, erfahren, weiblich, männlich und mit unerschiedlichen Beufsqualifikationen gut aufgestellt sind. „Christoph-Michael Molnar ergänzt: “Mit zwei von 11 Vorstandsmitgliedern aus der Jungen Union stehen wir für die Zukunft der CDU und stellen uns den kommenden Herausforderungen nach dem Motto „die CDU lebt!“ Wir fordern die Kritiker zur Geschlossenheit auf und erwarten, dass Diskussionen innerhalb der Partei geführt werden und konstruktiv mitgearbeitet wird. So endete der Parteitag der Christdemokraten unerwartet ruhig nach einem wahren Wahlmarathon gegen 23.00 Uhr mit einer zufriedenen neuen/alten Vorsitzenden: „Ich gehe jetzt mit einem Super-Team in mein 20. Vorsitzendenjahr und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.”