„Das Ergebnis der Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD kann sich sehen lassen,“ sagt CDU-Kreisvorsitzende Angelika Jahns. Es sei mehr, als sie erwartet habe und schaffe eine gute Basis, um die entsprechenden Gesetze und Maßnahmen in die Wege zu leiten. Die Kompromisse zwischen den Partnern zeigen, dass jede Partei bereit war, für eine stabile Regierung die nötigen Voraussetzungen mit einzubringen. Gerade für Familien, für die Rente, in der Pflege, beim Familiennachzug und auch in der Steuerpolitik sehen die Christdemokraten positive Entwicklungschancen.

Hierzu Angelika Jahns: “In Zeiten einer Hochkonjunktur an Steuerzahlungen kann man keine Steuererhöhungen verkaufen!“ Auch die Veränderung beim Soli sei eine gute Maßnahme. Wichtig für die Verbesserung der Situation der  Pflegekräfte, aber auch für die zu Pflegenden sei, dass es höhere Löhne geben wird, eine Ausbildungsoffensive sowie eine Begrenzung der Beteiligung an den Pflegekosten für die zuzahlungspflichtigen Kinder. Die Diskussion um die Bürgerversicherung habe viele Menschen in der letzten Zeit verunsichert. Jahns: “Im ersten Moment glaubt man vermutlich, dass es gerechter wäre, wenn alle in die gesetzliche Versicherung einzahlen würden. Richtig sei aber auch, dass wir in Deutschland ein sehr gutes Gesundheitssystem haben, welches funktioniert.“ Wenn alle einzahlen, müssen auch alle aus diesem Topf die Leistungen erhalten. Hier müsse berücksichtigt werden, dass es gute Gründe gibt, die unterschiedlichen Berufe sowie Verdienstmöglichkeiten nicht zu vereinheitlichen. Als letzten Punkt führt die CDU-Politikerin das Thema Flüchtlinge und Familiennachzug an. „Es ist gut, dass es eine Zuwanderungsbegrenzung von 180 000 bis 200 000 jährlich geben soll. Deutschland muss Zuwanderung verkraften können, um auch Integration zu ermöglichen. Der Familiennachzug wird an verschiedene  Kriterien geknüpft, nicht nur zahlenmäßig sondern auch, ob man z.B. vor der Flucht verheiratet war. „Jetzt kommt es darauf an, dass sich auch die Mitglieder der anderen Parteien der Verantwortung für unsere Heimat bewusst sind und einer großen Koalition zustimmen. Die CDU-Mitglieder werden dies sicher tun, gerade vor dem Hintergrund der niedersächsischen Regierungsbildung, die wir als vorbildlich bezeichnen, bekräftigt  Angelika Jahns. Sollte sich die SPD-Basis, wie in Sachsen-Anhalt, gegen eine Große Koalition aussprechen, würde dies auch einen  Schlag ins Gesicht für Frank-Walter Steinmeier sowie Martin Schulz bedeuten. Gibt es Neuwahlen, sollten Parteien, die Deutschland gar nicht regieren wollen, nicht mehr antreten! Denn die Wähler hätten nun mal CDU und SPD als stärkste Fraktionen in den Bundestag gewählt!