CDU-Ratsfraktion mit Vertretern der Stadtverwaltung im Dialog über die Entwicklung des Bildungshauses – Digitale Bibliothek und stärkere Beteiligung des Mittelstandes als zentrale Diskussionspunkte.

Im April forderte die CDU ein Zukunftskonzept für das Bildungshaus. Um ihren Antrag Nachdruck zu verleihen, waren am vergangenen Montag Stadträtin Iris Bothe und die Geschäftsbereichsleiterin des Bildungshauses, Frau Dr. Birgit Rabofski, in die CDU-Ratsfraktion eingeladen, um gemeinsam über den Teilaspekt des Bibliothekwesens zu beraten.

Es wurde deutlich, dass entscheidende Veränderungen bei der Bücherei notwendig sind, um einen grundlegenden Wandel vollziehen zu können. Im Rahmen von WolfsburgDigital soll Wolfsburg zu einer Modellstadt der Digitalisierung werden. Um diese Anforderungen zu bewältigen, muss die Stadt in vielen Bereichen den Sprung in die Zukunft wagen. Die CDU-Fraktion im Rat schlägt daher die Schaffung einer modernen, ansprechenden Bibliothek vor, die vor allem auch technisch, auf der Höhe der Zeit ist.

„Wir als CDU stellen uns langfristig eine moderne Bibliothek als Ort der Begegnung und des Lernens vor, ähnlich dem Coworking Gedanken. Dazu weicht das klassische Bibliotheksbild voller Bücherregale wohnähnlichen Strukturen, um angenehmes Lernen mit neuen und klassischen Medien für alle Altersgruppen zu ermöglichen.” so Stefan Kanitzky, stellvertretender Vorsitzender des Bildungshausausschusses.

Weiterhin kam aus der Runde der Christdemokraten der Vorschlag, den ansässigen Mittelstand an dem Projekt zu beteiligen. So würden mehr innovative Ideen einfließen und die Wirtschaft ebenso wie das Projekt gestärkt werden.

Dazu Kai Kronschnabel, Vorsitzender der Wolfsburger MIT: „Für die Übergangszeit soll zunächst die RFID-Technik eingeführt werden, bei der jedes Buch einen RFID-Chip erhält, der eine einfache Entnahme und Rückgabe rund um die Uhr ermöglicht. Diese IT-Lösung soll möglichst aus der lokalen Wirtschaft kommen, wir haben vor Ort genügend Kompetenzen um das zu lösen.”

Abschließend machte der Fraktionsvorsitzende Peter Kassel deutlich, dass diese Entwicklung auch der Belegschaft der Bibliothek zu Gute käme. Auf diese Weise könnte das in der Regel hoch qualifizierte Personal von reinen Verwaltungsaufgaben entlastet werden und sich mehr mit Aufgaben ihres eigentlichen Berufsbildes befassen. Das würde die Bibliothek zudem aufwerten.