Die Wolfsburger Kreisvorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete der CDU, Angelika Jahns, nimmt als Delegierte am Bundesparteitag in Berlin teil. Am kommenden Montag sollen 1000 Delegierte über den Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD abstimmen. Jahns kritisiert: “Was den Bürgern in den Monaten nach der Bundestagswahl für ein politisches Spektakel geboten wurde, ist nicht mehr nachzuvollziehen.“

Die Glaubwürdigkeit der Politik habe darunter sehr gelitten, auch die widersprüchlichen Aussagen der SPD, keine große Koalition, keine Beteiligung des Kandidaten an einer Regierung usw. sei wenig hilfreich gewesen. Dennoch sei es aus ihrer Sicht richtig, mit der SPD eine große Koalition einzugehen, da hier die größten Schnittmengen einer christdemokratischen Politik liegen. „Ich stimme mit ja,“ erklärt die CDU-Politikerin. Der Koalitionsvertrag trage an vielen Stellen die Handschrift der CDU: Stärkung der Familie mit Einführung eines Baukindergeldes, Entlastung der Eltern bei den Kindergartenbeiträgen, die schrittweise Abschaffung des Solidaritätsbeitrages. Aber gerade auch für Niedersachsen und den Wirtschaftsstandort Wolfsburg mit VW sei es wichtig, die Grundlagen einer sozialen Marktwirtschaft in den Vordergrund zu rücken und darüber hinaus die Verkehrsinfrastruktur auszubauen. Bisher wurde dies insbesondere von den Grünen in Niedersachsen verhindert. Aber auch Investitionen im Bereich der frühkindlichen Bildung und der Ganztagsbetreuung werden sich auf Wolfsburgs finanzielle Situation positiv auswirken. Abschließend bekräftigt Jahns: “Ob die CDU nun den Finanzminister stellt oder nicht, diese Diskussion halte ich wirklich für einen Nebenkriegsschauplatz, wichtig ist einzig und allein, was diese Regierung für die Menschen in unserem Land  erreicht!“