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Vor dem Hintergrund, dass die Stadt Wolfsburg vorgeschlagen hat, 2 Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in Ehmen und Mörse einzurichten, die insgesamt 650 Flüchtlingen Unterkunft bieten, erinnert Ortsbürgermeister Peter Kassel an die Vereinbarung, die die Politik übereinstimmend getroffen hat, die Flüchtlingsunterkünfte gleichmäßig auf das Stadtgebiet zu verteilen.

Kassel: Die Stadt prognostiziert aktuell für das Jahr 2016 3.000 neue Flüchtlinge, die Wolfsburg aufzunehmen hat. Mit den etwa 1.300 Flüchtlingen in 2015 macht das etwa 4.500 Menschen aus.
Orientiert an der Stadtbevölkerung bedeutet dies für Ehmen und Mörse bei etwas unter 10.000 Einwohnern auch nur knapp 10 % der Flüchtlinge, also 450. Die Stadt sollte also ihre Planungen für unsere Ortsteile entsprechen anpassen und die 650 reduzieren. Rechnerisch liefe das auf eine Verkleinerung der Einrichtung in Ehmen auf 200 Plätze hinaus. Da aber verständlich ist, wirtschaftliche Einheiten schaffen zu wollen, sollte das Ehmener Projekt auf maximal 300 Plätze beschränkt werden. Für Mörse stellt sich nach Ansicht Kassels ebenfalls die Frage, ob die gewählte Baulösung an der Stelle die richtige ist. Es mag sinnvoll sein, Wohnraum für längere Zeit zu schaffen, die auch nach Beendigung der Flüchtlingsunterbringung genutzt werden kann. Ob es aber städtebaulich Sinn macht, ein solches Gebäude da einfach zwischen die Ortsteile zu stellen, kann er nicht erkennen. Vielmehr sollte man auf die aktuelle Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung konzentriert bleiben und auch in Mörse eine temporäre Einrichtung wählen.
Nicht zuletzt im Hinblick auf die gegenwärtige Haushaltssituation wären beide Vorschläge auch ein konstruktiver Beitrag, den Investitionshaushalt zu verschlanken ohne das inhaltliche Ziel zu vernachlässigen. So wie es die CDU in einem ihrer Anträge zum Haushalt formuliert hat.
Abschließend bringt Kassel auch noch einmal die Forderung vor, im Zuge der Errichtung der neuen Flüchtlingsunterkünfte die Ballsporthalle schnellstens ihrer eigentlichen Bestimmung zurück zu führen. Mit den dort beherbergten 200 Flüchtlingen versorgt Ehmen und Mörse sogar 850 Plätze. Das entspricht nahezu 2/3 aller Flüchtlinge in 2015. Für die beiden Ortsteile ganz klar zu viel.

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