Die CDU hatte zu einer Veranstaltung mit ihrem Landesvorsitzenden und stellvertretenden Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann MdL, geladen. Kreisvorsitzende Angelika Jahns konnte unter den Gästen den ehemaligen Oberbürgermeister Rolf Schnellecke,  Ehrenbürger Manfred Kolbe, den neuen Dezernenten Dennis Weilmann sowie Bürgermeister Günter Lach begrüßen.

Vor nahezu 200 Gästen sprach Althusmann zunächst über die Situation auf Bundesebene. „Wir müssen schnellstens zeigen, dass dieses Land eine Regierung stellt. Die CDU werde deutlich machen, dass sie regieren und gestalten will für die Bürger in diesem Land sowie Verantwortung übernehmen.“ Auch zu den Diskussionen über die Aufteilung der Ministerien für CDU und SPD nahm der CDU-Politiker Stellung. Gerade für den Wirtschaftsstandort Wolfsburg mit Volkswagen sei das Wirtschaftsministerium von großer Bedeutung. Es sei immer beklagt worden von den Wirtschaftsverbänden, dass die CDU gerade diesen Bereich seit sage und schreibe 1966 nicht mehr wahrgenommen habe. In Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders habe letztmalig ein CDU-Politiker das Amt des Wirtschaftsministers bekleidet .In diesem Zusammenhang machte Althusmann deutlich, dass die CDU keine Zweifel an dem Erhalt des VW-Gesetzes lasse. Die unsäglichen Äußerungen eines Bundespolitikers zu diesem Thema hätten  letztendlich auch einen Teil des schlechten Wahlergebnisses in Niedersachsen begründet. Aber der neue Wirtschaftsminister in Niedersachsen ging auch selbstkritisch auf eigene Versäumnisse ein. So habe man seitens der Landespartei geglaubt, mit erheblichem Rückenwind durch die Bundestagswahl rechnen zu können. Nach den drei gewonnenen  Landtagswahlen Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen und den guten Umfragewerten im letzten Sommer war man sich zu sicher. Als dann auch noch der Wechsel der Grünen-Abgeordneten in die CDU kam und damit vorzeitige Wahlen anstanden musste die CDU erkennen, dass sie diese Situation falsch eingeschätzt hatte. Weitere Themen waren die Diskussion über einen islamischen Feiertag, der ebenfalls von einem CDU-Politiker losgetreten wurde sowie immer noch die Obergrenze für Flüchtlinge. Althusmann ging auch auf seine Funktion als Mitglied im Aufsichtsrat VW ein. Vor der Wahl habe er natürlich damit gerechnet bei den guten Voraussagen, Ministerpräsident zu werden und damit automatisch in den Aufsichtsrat einzuziehen. Als dann durch die Koalition mit der SPD die Verteilung der Ministerien für Niedersachsen anstand entschied sich die CDU auch hier  für das Wirtschaftsministerium mit seiner Person, weil auch hier letztmalig mit Birgit Breuel 1986 eine CDU-Politikerin dieses Amt besetzt hat. Dr. Althusmann betonte die Wichtigkeit eines CDU-Vertreters im Aufsichtsrat des größten Arbeitgebers in Niedersachsen, nämlich Volkswagen. Er versprach den Wolfsburger Christdemokraten, er selbst aber auch die CDU-Niedersachsen werde sie mit aller Kraft  unterstützen, um auch in der Region wieder eine starke Stimme darzustellen. Weitere Themenfelder  waren die Schul-, Justiz- und Innenpolitik. – Gerichtsurteile seien teils schwer nachzuvollziehen, 16 verschiedene Schulsysteme in den Bundesländern machen  eine Vergleichbarkeit unmöglich, Ausbildungs- und Fachkräfte seien schwer zu bekommen. Im Handel, Handwerk und in der  Gastronomie werden durch unnötige Bürokratieauflagen die Arbeitsbedingungen erschwert. Der Mittelstand ächze unter Dokumentationspflichten. Als Wirtschaftsminister beklagte Althusmann die lange Planungszeit für Verkehrsprojekte. Gerade auch in der Region Wolfsburg sei es fatal, dass die rot-grüne Landesregierung die Planungen für die A 39  verschleppt habe, weil die Grünen immer wieder Verhinderungsgründe angeführt haben. Deshalb müsse hierfür dringend Baureife geschaffen werden. Niedersachsen stelle jetzt durch SPD/CDU 1 Milliarde für Verkehrsprojekte zur Verfügung. Aber auch die Digitalisierung, nahm breiten Raum ein. Abschließend betonte der Landesvorsitzende der CDU: “Ich bin stolz auf unsere Ministerinnen und Minister in dieser Landesregierung, sie stehen für Zukunft und Visionen!“  Lang anhaltender Applaus zeigte die Begeisterung der Zuhörer, dass Althusmann den richtigen Ton getroffen  und die Gäste motiviert hat. Angelika Jahns bedankte sich im Namen der Wolfsburger CDU für die mitreißende Rede und versprach: „Wir werden alles daran setzen, bei der nächsten Wahl wieder die führende politische Kraft in Wolfsburg zu werden!“