“Ja, der Ton macht die Musik. Und der ist in der Ägide von Sportdezernent Klaus Mohrs und Geschäftsbereichsleiter Reiner Brill wieder so wie in früheren Zeiten: respektvoller Umgang mit den weiteren Akteuren aus Politik und Vereinen. Stets konstruktiv bei der Lösung vielfältiger Probleme im Tagesgeschäft zum Wohle des Wolfsburger Sports ”, so Werner Reimer, Vorsitzender des Sportausschusses und sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, zu Beginn seines Resümees 2017. “Wären nicht vor einigen Jahren die großen Sparzwänge gekommen, stünden wir sicher auch beim überfälligen Abbau des Sanierungsstaus unserer Sportanlagen und in Fragen von Bezuschussung, Gebühren und Eintrittspreisen besser da. Doch 2017 mussten Vereine Zuschusskürzungen hinnehmen und viele notwendige Sportprojekte wurden geschoben. Alles in Abstimmung mit der Politik. Und alles respektiert von den Betroffenen”, resümiert Werner Reimer weiter. So weit, so gut.

Nun liegt der Haushaltsplanentwurf 2018 auf dem Tisch. Vereinszuschüsse sollen weiter nur auf gekürztem Niveau bleiben. Preise und Gebühren sollen steigen. Ersatzinvestitionen in Sportanlagen weiter auf einem Mindestmaß, das lediglich die Fortsetzung des Sportbetriebs sicher stellt. Auf den Start des Abbaus des Sanierungsstaus aber muss auch in 2018 weiter gewartet werden. Erweiterungen der Sportinfrastruktur in stark wachsenden Ortsteilen bleiben weiterhin nur angedacht.

“Der Sport in Wolfsburg mit seinen weit über 100 städtischen Sportanlagen und über 100 ehrenamtlich geführten, gemeinnützig tätigen Sportvereinen steht vor großen Herausforderungen, besonders im Kinder- und Jugendbereich. Ehrenamtliche Strukturen, die einmal weggefallen sind, werden wohl kaum wieder entstehen, so die allgemein akzeptierte These in Fachkreisen.” erklärt Werner Reimer. “Ich halte es für dringend geboten, die künftige finanzielle Ausstattung des Sports in Wolfsburg weniger an der aktuellen Kassenlage auszurichten. Ziel sollte es viel mehr zunächst sein, den Anteil des Sporthaushalts in künftigen Haushalten nach Lösung der Fragen des durch Entwicklungen außerhalb des Sports weiter wachsenden strukturellen Defizits festzulegen. Und dann halte ich es nicht zuletzt auch für die immer in Sonntagsreden gepriesene Stützung des Ehrenamts für sinnvoll, Vereinszuschüsse nicht mehr jährlich zur Disposition zu stellen und Ersatzinvestitionen zumindest im Mehrjahresdurchschnitt auf notwendiger Höhe  –  Größenordnung 10 Mio-€ + X  –  einzuplanen.” so Werner Reimer abschließend.