
CDA legt Blumen nieder zur Erinnerung an den workers memorial day
Der 28. April ist der Tag, an dem weltweit der Menschen gedacht wird, die in Ausübung ihres Berufes verunglücken, sich dabei verletzen oder gar ihr Leben verlieren.
Peter Kassel, Ortsbürgermeister von Ehmen und Mörse, sah sich deshalb dazu veranlasst, die Vorsitzenden der Wolfsburger CDA, die Vereinigung der christlichen Arbeitnehmerschaft, nach Ehmen einzuladen und mit ihnen an ein Ereignis zu erinnern, das bereits mehr als 100 Jahre zurückliegt.
Am 13. Februar 1917 kam es im damaligen Kalibergwerk Einigkeit zu einem Grubenunglück, welches 31 Bergarbeiter mit dem Leben bezahlen mussten.
Von 1898 bis 1925 wurde in Ehmen Bergbau betrieben. Unsere Region schaut damit auf eine lange Tradition der Industrialisierung zurück. In Ehmen befinden sich die ältesten Industrieansiedlungen Wolfsburgs.
Kassel, selbst CDA-Mitglied: es ist bedauerlich, dass in dieser verhältnismäßig kurzen Zeit des Bergbaus ein solches Unglück geschehen ist.
Stefan Klinke, Vorsitzender der CDA Wolfsburg, spannt den Bogen in die Gegenwart: Unsere Region ist aktuell ein starker Wirtschaftsstandort. Heutzutage wird sehr viel mehr für Arbeitsplatzsicherheit getan, als es zur damaligen Zeit der Fall war. Leider bietet das keine Garantie, dass keine Arbeitsunfälle geschehen. Auch in Zukunft gilt es, sich weiterhin für Arbeitsplatzsicherheit stark zu machen. Die Zahl derer, die am Arbeitsplatz verunglücken, geht auch heutzutage weltweit täglich in die tausende.
Die Gesundheit am Arbeitsplatz wird auch weiterhin mit immer neuen Bedrohungen konfrontiert. Die aktuelle Corona Pandemie zeigt das überdeutlich:
Plötzlich sind nicht nur Berufe bedroht, in denen die Berufstätigen auch in normalen Zeiten ihr Leben aufs Spiel setzen. Ich denke da an Polizei, Feuerwehr und medizinische Berufe. Auch vermeintlich ungefährliche Berufe sind auf einmal einem massiven Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Erinnert sei hier an die vielen Menschen, die durch ihre Arbeit in den Geschäften sicherstellen, dass die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten werden kann oder die, die in Pflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten und Schulen Menschen betreuen, älterer und jüngerer Generationen, und so für ein unter den gegebenen Umständen einigermaßen reibungslosen Tagesablauf sorgen.
Jeder, der der Corona verharmlost, sollte sich das vor Augen führen. Atemschutzmasken und Abstandsregelungen sind da wohl nur ein kleiner Beitrag, um das zu würdigen, stellt Andre-Georg Schlichting, stellvertretender CDA Vorsitzender, heraus.
Gemeinsam legten die CDA Vertreter Blumen für die Grubenopfer nieder und betonten, dass alle, die sich in den aktuellen Zeiten ihren beruflichen Herausforderungen stellen, größten Respekt verdienen.