André-Georg Schlichting

CDA sieht starke und unangemessene Belastung der Arbeitnehmer

Wolfsburg In einem Antrag an die Verwaltung der Stadt Wolfsburg, von einer der Ratsfraktionen, wurde diese aufgefordert, erweiterte Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten für die hiesige Wirtschaft beim Land Niedersachsen zu beantragen. Mit dieser Maßnahme soll den Wolfsburger Geschäften bzw. Unternehmen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit geänderten, längeren Öffnungszeiten „aus der Krise“ heraus arbeiten zu können. Dieses bedeutet nichts anderes, als dass die örtlich ansässigen Geschäfte auch sonntags öffnen dürfen verlautete die Wolfsburger CDA (Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft) in ihrer aktuellen Pressemitteilung.

Nach unserer Meinung wird dieser Antrag nicht den allgemeinen Bedürfnissen gerecht und trifft gerade die, die nicht so ohne weiteres Freistellungsmöglichkeiten von der Arbeit nutzen können. Die vorhandenen Öffnungszeiten geben den ansässigen Geschäften, Dienstleistern und Handwerkern genügend Möglichkeiten die auf sie zukommenden Aufträge abzuarbeiten ohne auch noch weitere Sonntage hierfür nutzen zu müssen. Die Mitarbeiter auch dieser Unternehmen bedürfen ihrer Erholung und Ausgleich. Auch haben diese häufig Familie die genauso wie in anderen Berufsgruppen Unterstützung und Hingabe benötigen. Gerade in der jetzigen Zeit ist dies ein hohes Gut und sollte nicht durch weitere Arbeitszeit missbraucht werden.

„Wir sehen in diesem Fall nur bedingt ein öffentliches Interesse sondern eher den Schutz des Sonntags an dem die Mitarbeiter der Unternehmen die erforderliche Ruhe und Entspannung bekommen um für die darauffolgende Zeit die entsprechenden Kräfte zu sammeln.“ sagte der Stv. Vorsitzende der CDA Wolfsburg André-G. Schlichting. Daher ist an der derzeitigen Regelung zur Sonntagsöffnung aus unserer Sicht wenn überhaupt nur die Anlassbezogenheit heraus zu nehmen. Weiterhin glauben wir, dass die Veränderung der Regelung nur die „Großen“ helfen würde, da diese das entsprechend ausreichende Personal und auch die Mittel haben um die Regelung umsetzen zu können. „Auch stellen wir uns die Frage wie die Mitarbeiter die dann erarbeiteten Zeitguthaben abbauen sollen, wenn die Unternehmen nicht die Finanzmittel haben um die Mehrarbeitsstunden zu bezahlen.“ ergänzte der Vorsitzende der CDA Wolfsburg Stefan Klinke.

Eine erweiterte Ladenöffnungszeit besonders an weiteren Sonntagen ist nach unserer Sicht nicht die richtige Antwort auf die aktuelle Situation. Wir glauben, dass die Wolfsburger Unternehmer hier ideenreicher und kreativer sind.

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