Bäder sind für Kommunen immer Zuschussgeschäft.

In Ihrer jüngsten Pressemitteilung kritisiert die Wolfsburger CDA die Entscheidung der Stadt Wolfsburg, jegliche Mitgliedervergünstigungen für Mitglieder der Wolfsburger IG-Metall, für das Badeland aufzuheben. Das Badeland als „Leuchtturm“ in der Region weist bei einer jährlichen Besucherzahl von um die 700.000 Personen ein jährliches Defizit von weit mehr als 1 Mio. € im Jahr auf. Dabei liegt der Kostendeckungsgrad bei ca. 45 %. Mit Blick auf das Defizit und die zu erwartenden Betriebsausfälle infolge der Corona Pandemie könnte man eher eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise diskutieren.

Nun jedoch die Mitgliedervergünstigungen zu streichen und somit auch Menschen mit geringeren Einkommen noch mehr einzuschränken, ist aus Sicht der CDA nicht der richtige Weg. Nicht alle Menschen die durch die größte IG-Metall Geschäftsstelle im Bundesgebiet betreut werden, arbeiten bei Volkswagen und verdienen „gutes“ Geld. Hier sollte man auch die nicht so gut verdienenden und sozial schwächeren im Blick haben.

Eine Erhöhung der Badtarife wurde letztmalig im März 2018 vorgenommen. Die Sanierung von Klimaanlage, Dach, Beckenköpfen und Unterwasserbeleuchtung bedeuten eine Steigerung der Attraktivität des Bades und würde möglicherweise eine moderate Erhöhung der Eintrittsgelder rechtfertigen.

„Den Kooperationsvertrag zu kündigen und ab Oktober wieder den regulären Eintrittspreis in der städtischen Einrichtung zahlen müssen ist für uns das falsche Signal aus der Verwaltung und spiegelt nicht die sozial geprägte Struktur der Kommune wider.“ sagte der stellvertretende Vorsitzende der Wolfsburger CDA André-Georg Schlichting. Der Vorsitzende der Wolfsburger CDA Stefan Klinke ergänzte, „sicherlich sind wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, jedoch dieses auf dem Rücken der Menschen auszutragen die sowieso schon durch die vielen Einschränkungen stark gebeutelt sind ist nicht der richtige Weg.“

Die CDA Wolfsburg fordert die Verwaltung auf die Kündigung zu überdenken und wird versuchen über die vorhandenen politischen Kontakte eine Rücknahme der Kündigung des Kooperationsvertrages zu bewirken.