Die Corona-Krise wirkt sich auf alle Bereiche des Lebens aus. Auch auf jene, über die seltener in der Öffentlichkeit gesprochen wird. Die Suchtberatung und Drogenarbeit müssen wegen des neuartigen Coronavirus unter erschwerten Bedingungen stattfinden.

Um sich ein Bild über diese Arbeit zu machen, besuchten die Sozialpolitikerinnen der CDU Wolfsburg Angelika Jahns und Ludmilla Neuwirth die Christliche Drogenarbeit Wolfsburg.

Leiter Andreas Zimpfer berichtete über die Herausforderungen in Corona-Zeiten und betont: „Wir lassen unsere Klienten nicht alleine und haben die Arbeit den Bedürfnissen der Besucher angepasst. Trotz der Beschränkungen wird die Anlaufstelle jeden Vormittag von bis zu 50 Personen genutzt“.

Die Christdemokratinnen konnten sich überzeugen, wie notwendig und wertvoll diese Einrichtung ist.  Eine wertschätzende und akzeptierende Haltung gegenüber den Drogenabhängigen ist die Grundlage in der Drogenarbeit. Das heißt, die Helfer akzeptieren den Konsum der Klienten. Es wird nicht versucht die Sucht zu beseitigen, sondern die mit der Abhängigkeit entstehenden Probleme zu bewältigen. Es geht um die Sicherung des Überlebens in einem möglichst menschenwürdigen Umfeld.

Hier bekommen die Betroffenen konkrete Überlebenshilfe und werden dabei unterstützt, sich sowohl gesundheitlich als auch sozial zu stabilisieren.  Günstiges Essen, Möglichkeiten zum Duschen oder Wäschewaschen, eine Kleiderkammer – Angebote, die Abhängigen oftmals nicht selbstverständlich zur Verfügung stehen, bieten die Räumlichkeiten in der christlichen Drogenberatungsstelle. Die Mitarbeitenden dieser Anlaufstelle hören zu, helfen in der Krise oder unterstützen beim Umgang mit Behörden wie der Arbeitsagentur oder dem Sozialamt. Die Christliche Drogenarbeit kooperiert mit weiteren sozialen Einrichtungen in der Stadt Wolfsburg und ist im Netzwerk der Niedersächsischen Drogenarbeit verankert. Hierdurch sind auch die Mitarbeiter auf neuestem Stand und können effektive Beratung fallspezifisch anbieten. Nur durch das Engagement der vielen Ehrenamtlichen ist es möglich, die Beratung so breit aufzustellen.

Dafür bedankten sich die Sozialpolitikerinnen und betonten die Wichtigkeit dieser Arbeit mit dem Wunsch, dass sich immer ehrenamtliche Helfer zur Unterstützung finden.