A 39 darf nicht geopfert werden

24. April 2022

Junge Union spricht sich bei symbolischem Spatenstich für die Autobahn zwischen Lüneburg und
Wolfsburg aus


Aus Sicht der Jungen Union (JU) schreitet der Lückenschluss der Autobahn 39 zwischen Lüneburg und
Wolfsburg nicht schnell genug voran. Deshalb haben heute die Vorsitzenden aus den JUKreisverbänden
Lüneburg, Uelzen und Gifhorn sowie Wolfsburg einen symbolischen Spatenstich
gesetzt.
Die CDU-Landtagskandidatin Lena-Sophie Laue fordert an die Bundespolitik: „Der Lückenschluss der A
39 muss nun endlich zügig vorangetrieben werden. Wir dürfen als ländlicher Raum nicht weiter
abgehängt werden. Damit wir auch in Zukunft noch attraktiver Wirtschaftsstandort sind und gute
Anbindungen haben, ist der Ausbau der A 39 unabdingbar. Auch im Hinblick auf den Bau des
Automobilwerks „Trinity“ soll unser Standort in Sachen Infrastruktur attraktiv für die neuen
Arbeitsplätze sein. Was wir brauchen, ist mehr Tempo bei Planung und Bau.“
Zusätzlich erklärt der Vorsitzende des JU-Kreisverbandes Gifhorn, Manuel Marrone: „Obwohl sich der
Autobahnausbau schon seit vielen Jahren in der Diskussion befindet und von einer breiten Mehrheit
der Bevölkerung getragen wird, ist bislang keine einzige Baumaßnahme angegangen worden. Dies
muss sich zeitnah ändern.“
Eine Befürchtung der Jungpolitiker ist, dass die Bundesregierung die A 39 stoppt oder zumindest
verzögert. „Mehrere Stimmen aus der Koalition sprechen sich leider gegen die Autobahn aus. Dabei
handelt es sich im Falle Nordostniedersachsens um die größte Fläche in Deutschland ohne richtige
Autobahnanbindung und das, obwohl sich mit Volkswagen der größte und wichtigste Autokonzern
Deutschlands hier befindet. Diesen Jobmotor müssen wir gerade vor dem Hintergrund der sich
abzeichnenden Rezession dringend stärken“, betont Arne Schulze, Kreisvorsitzender der JU Wolfsburg.
Gegen die A 39 hatten sich in der Vergangenheit zum Beispiel die Grünen-Bundestagsabgeordneten
aus Nordostniedersachsen Julia Verlinden und Frank Bsirske ausgesprochen. Im Koalitionsvertrag von
SPD, Grünen und FDP ist zudem die nochmalige Überprüfung aller Verkehrsprojekte im Rahmen eines
neuen Bundesverkehrswegeplans vorgesehen, der die Ausbauvorhaben der kommenden Jahre
festlegt.
„Wir kritisieren dieses Hin und Her, zumal das Beispiel der A 39 zeigt, dass Projekte auch einmal
umgesetzt werden müssen. Die Menschen warten darauf, ganz besonders hier bei uns in
Nordostniedersachsen auf die A 39, wo auch Unternehmen eine bessere Anbindung an das
Fernstraßennetz wollen“, so der Vorsitzende des JU-Bezirksverbandes Lüneburg, Steffen Gärtner. Der
Bezirksverband umfasst die Kreisverbände Lüneburg, Uelzen und Gifhorn sowie Wolfsburg.
Hintergrund:
Die Idee des Lückenschlusses der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg ist mehrere Jahrzehnte alt.
Im Jahre 2002 erzielten Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt
eine Einigung über ein länderübergreifendes Verkehrskonzept, das neben dem Ausbau der A 39 den
Neubau der A 14 von Schwerin über Wittenberge nach Magdeburg sowie die Schaffung einer
leistungsfähigen Verbindung zwischen der A 39 und der A 14 im Zuge der B 190n (Querspange) mit
Weiterführung bis Neuruppin vorsieht. Im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 ist das
Gesamtkonzept aus A 39 und A 14 in den vordringlichen Bedarf eingestuft worden.
Drei Planungsabschnitte der A 39 befinden sich laut der Autobahn GmbH, die für Planung, Bau und
Finanzierung zuständig ist, in der Planfeststellung, drei in der Planung und beim siebten bei Wolfsburg
wird der Planfeststellungsbeschluss für das Jahr 2022 erwartet. Bei den meisten Abschnitte ist ein
Baubeginn für frühestens 2025 vorgesehen.