Die Drückjagd der Niedersächsischen Landesforsten am vergangenen Samstag erhitze die Gemüter. Zum einen wurde die Höhe der Strecke von 28 Stück Rehwild und 58 Stück Schwarzwild kritisiert, zum anderem fielen einigen Erholungssuchenden fehlende Absperrungen an den Feld- und Waldwegen auf.

Zum Ersten ist zu sagen, dass Jagd praktizierter Naturschutz ist. Besonders in Hinblick auf die drohende Afrikanische Schweinepest muss eine Wildbestandsmanagement durchgeführt werden. Aus waldbaulicher Sicht ist auch der Rehwildabschuss nötig. Jedoch schießen entgegen manch einer Behauptung die Jägerinnen und Jäger nicht planlos auf alle sich zeigenden Rehe. Für diese Wildart besteht zum Beispiel ein drei-Jahres-Abschussplan, welcher regelt, wie viele Stücken Rehwild, getrennt nach Geschlechtern und Altersklassen, in einer drei Jahres Periode erlegt wurden dürfen. Gleichzeitig wird die die Jagd eines der hochwertigsten Lebensmittel in unseren heimischen Wäldern produziert.

Nicht zu vernachlässigen bleibt die Gefahr von Wildwechseln über Fahrbahnen, welche besonders bei einem hohen Wildbestand auftreten. Somit wird auch durch die herbstlichen Drückjagden aktiv die Verkehrssicherheit gefördert.

Zum Zweiten wurden die Feld- und Waldwege deutlich mit Absperrband und Hinweistafeln abgesperrt und auf die stattfindende Jagd hingewiesen. Wenn einzelne Personen die Warnhinweise demontieren oder ignorieren gefährden sie sich und Unbeteiligte. Dies darf nicht toleriert werden.

„Ich verurteile das mutwillige Entfernen der Warnschilder und Absperrbänder und empfinde es als sehr verantwortungslos. Dadurch werden unter Umständen unbeteiligte Personen in Gefahr gebracht. Man kann es vergleichen mit dem Entfernen von Gullydeckeln, welches eine große Gefahr für unbeteiligte im Straßenverkehr darstellt“, so Ralph Schräder, Vorsitzender der Jägerschaft Wolfsburg. Christoph-Michael Molnar, Vorsitzender der CDU Wolfsburg dazu: „Es werden immer mehr engagierte und verantwortungsbewusste Jungjägerinnen und Jungjäger. Durch diese Entwicklung ist auch in Zukunft eine zielgerichtete Hege und Pflege der Wildbestände in unseren heimischen Revieren möglich. Wir als CDU Wolfsburg bekennen uns klar zu der Verantwortung der Jagd und den Jägern.“

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